17. Tag (17. November 2003)

Sister Island

Coco Island

Coco Island

Meeresschildkröte

Als ich heute Morgen aufgewacht bin war mein linker Fuß durch den Biss wieder dick, da ich Trottel gestern mich nicht beherrschen konnte und durch den starken Juckreiz gekratzt habe. Nun egal. Heute ist die Schnorchel Tour angesagt. Ich erweitere meine Buchung noch schnell von einem halben auf einen ganzen Tag und schon geht es los. Ich gehe hinüber zur Mole des Hafens und treffe dort auf die anderen Tour Teilnehmer. Es ist eine Gruppe von vier Mädels und einem Typ. Sie kommen aus Frankreich und arbeiten alle bei Air France, machen sozusagen einen Firmenausflug.

Nach dem Verlassen des Hafens hat Frankie, unser Tour Führer die Knüppel auf den Tisch gelegt und die zwei riesigen Außenborder schoben das Boot mit Macht in Richtung Sister Island, so dass die Gischt rechts und links nur so wegspritzte. Nach nur ca. 10 Minuten Fahrt erreichen wir die Bucht und gehen vor Anker. Es sind schon ein paar andere Boote da, doch wir werden gleich von einem kleinen Schlauchboot an Land gebracht. Uns wird kurz erklärt das wir auf dieser Seite der Insel recht gut Schnorchel können und sich auf der anderen Seite ein Strand mit großen Wellen befindet. Ich ziehe meine Brille und Schnorchel auf und mache mich auf ins Wasser. Nach nur einer kurzen Zeit merke ich am linken Fuß einen kleinen Schmerz und entdecke, dass ich mir die Fußsohle aufgerissen habe. So humple ich aus dem Wasser und lasse mir ein größeres Pflaster geben. Gegen den Sand stülpe ich mir noch eine Plastiktüte um den Fuß und laufe in meinen Sandalen nun auf die andere Seite an den Strand. Ich möchte zwar nicht wissen wie es ausgesehen haben muss aber das war mir ziemlich Schurz.

Den Vormittag verbringe ich mit den anderen dann am Strand. Die Wellen waren wieder einmal herrlich und man konnte einfach nicht genug davon bekommen. Wir saßen einfach nur so im Wasser und haben uns unterhalten. Gegen Mittag gehen wir wieder auf die andere Seite zurück denn es gibt gegrillten Fisch und Salat. Das Essen ist sehr lecker und mit den Franzosen zusammen nimmt man sich natürlich dafür ausreichend Zeit und genießt ausgiebig. Dabei stellt sich heraus das alle fünf ursprünglich aus Mauritius stammen und sozusagen „Einheimische“ sind.

Nach einer Weile verlassen wir Sister Island wieder und fahren mit dem Boot zu Coco Island hinüber. Es ist eine sehr kleine Insel die trotzdem noch von Palmen bewachsen sind. Vor Coco Island befindet sich ein wunderschönes Riff, welches wir mit dem Boot überqueren um auf einem sandbedeckten Boden direkt vor der Insel zu ankern. Hier ließen wir uns ins Wasser gleiten und schnorchelten über dem Riff. Leider war auch dieses Riff überwiegend tot. Doch überall waren bunte Fische zu erkennen und an manchen Stellen waren die Korallen bereits wieder am Wachsen und leben. Ein recht schöner und hoffnungsvoller Anblick!

Als wir uns wieder von Coco verabschiedeten fuhren wir zu unserer letzten Etappe nach Felicité um Meeresschildkröten zu beobachten. Und siehe da wir haben auch gleich nach der Ankunft eine gesehen. Frankie springt ins Wasser und hält sie fest. Ein prächtiges Tier welches nach dem Loslassen wie ein Vogel durchs Wasser gleitet. Beim Einsteigen ins Boot haue ich mir auch noch den rechten Fuß auf, so dass wir erst einmal die Motoren drosseln mussten um mit Wasser das Deck von meinem Blut zu reinigen.

Als wir wieder am Abend an der Mole auf La Digue anlegten war ich ganz froh, obwohl es eine sehr schöne Tour mit tolle Eindrücken war. Doch irgendwie war es heute nicht unbedingt mein Tag und so humpelte ich zu meinem Fahrrad und fuhr zur Unterkunft zurück.