12. Tag (12. November 2003)

La Digue

Anse Source á Jean

Anse Source á Jean

An meinen ersten Tag auf La Digue habe ich keine Pläne. Ich denke ich werde heute einfach die Terrasse genießen und ein Buch lesen. Doch schließlich packe ich doch noch die Kamera und gehe die Hauptstraße entlang und mache einige Bilder vom Hafen, den Häusern und was sonst noch so vor die Linse kam. Da es heute sehr heiß ist verziehe ich mich gegen Nachmittag wieder auf die schattige Terrasse und lese. Gegen Spätnachmittag entschließe ich mich doch noch an die berühmte Anse Source d’Argent zu gehen und mir dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Am Ende der Hauptstraße erreiche ich das Tor zur Kokosplantage L’Union Estate an dem man Eintritt bezahlen sollte. Da es jedoch kurz vor Feierabend war durfte ich so durchgehen, denn die Plantage hat mich sowieso nicht interessiert.

Die riesigen Felsbrocken, die hier einfach nur so am Strand herumliegen sind sehr beeindruckend. Durch das schräg einfallende Licht der Abendsonne und der hoch stehenden Flut war es zum Fotografieren gerade richtig. Viele der Felsen hatten Auswaschungen weit oberhalb der Wasserlinie, einer ähnelte dadurch sogar einer Krone. Zwischen manchen Felsspalten waren sogar noch uralte Korallenablagerungen zu sehen. Durch diese korallenen Ablagerungen konnte hier auf den Seychellen nachgewiesen wurde das der Meeresspiegel in der Vergangenheit wesentlich höher gelegen haben muss als heute.

Der Sonnenuntergang heute war grandios, und es ist immer wieder faszinierend wie schnell in Äquatornähe die Sonne untergeht. Ich bin so lange geblieben bis es wirklich fast dunkel ist und konnte kurz zuvor noch ein farbenfrohes Spektakel am Himmel anschauen. Da ich so clever war und meine Taschenlampe mitgenommen habe war ich der Letzte der den Stand verließ und in einer „Nachtwanderung“ wieder zurückgegangen ist.