3. Tag (17. Juni 2002)

Die Südküste

Nach einem guten Frühstück in der Juhe wollen wir nun gestärkt Norwegen entdecken. Wir fahren westwärts immer der Küste entlang in Richtung Egersund. Zuvor machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Kap Lindesnes, dem südlichsten Punkt Norwegens. Die Küste hier ist sehr felsig und schroff. Der permanent stärke Wind hält den Bewuchs hier sehr klein, zum Teil sind die Felsen einfach nur kahl. Zudem waren überall hier in den Felsen Überreste von Gängen und Tunneln zu sehen, die sicherlich noch aus dem 2. Weltkrieg stammten. Wir gehen nicht ans Kap hinaus da der Wind zu heftig ist und durch den Nebel wohl sowieso nicht allzu viel zu sehen gewesen wäre.

So fahren wir weiter nach Flekkefjord und biegen dort auf die alte Reichsstraße 44 ab, die uns die Küste entlang nach Norden führt. Wir bekommen noch eine Lektion in europäischer Geschichte mit, als wir den Fjord passieren in dem das Versorgungsschiff der Bismarck im 2. Weltkrieg von den Alliierten aufgebracht wurde. Nach diesem kurzen Stopp geht es die Straße weiter Richtung Stavanger. Die Küste wurde flacher und wir kamen in die Kornkammer Norwegens, in der es auch die einzigen Sandstrände des Landes gibt. Wir halten an und machten einen kleinen Spaziergang an der Wasserlinie. Da es hier sehr schön ist und wir uns auch gleich an einem Camping Park befinden haben wir hier spontan eine Hütte gemietet und es uns gemütlich gemacht. Wir haben eine kleine Küche mit entsprechender Ausrüstung. Die Spagetti a la Bolognese, die wir zum heutigen Abendessen gekocht haben waren sehr lecker. Anschließen gönnten wir uns noch ein Bier und saßen draußen vor der Hütte und genossen die langen, hellen Sommernächte Norwegens.