16. Tag (30. Juni 2002)

Die Trollsteigen

Wir packen mal wieder zusammen und fahren zu den berühmten Trollsteigen, eine außergewöhnliche Passstrasse und eine wichtige Verbindung zwischen dem Rauma und dem Norddal. Doch zuvor machen wir noch einem kurzen Stopp am Wegesrand und können uns direkt neben der Straße noch eine Klamm anschauen durch die sich die Wässer des Skjaersura schäumend zwängend. Oben schien die Sonne und wir genießen noch an der Passhöhe die Ruhe eines einsamen Parkplatzes bevor wir wenige hundert Meter weiter am Tourist Center der Trollsteigen auf Massen von Touristen stoßen. Auch dort halten wir an und schauen uns ein bisschen um. In den Souvenirshops gibt es die üblichen Sachen. Wir gehen noch den Weg zu einer Aussichtsplattform und treffen dort Tine und Marc wieder, die gerade die Trollsteigen hochgekommen sind und in die entgegengesetzte Richtung fahren. So unterhalten wir uns noch einige Zeit, genießen gemeinsam die herrliche Aussicht auf den Stigfossen und die sich in Serpentinen nach unten schlängelnden Straße die zum Teil nur Einspurig ist. Von hier aus konnte man gut erkennen wie sich die Autos an den Reisebussen vorbeigedrückt haben. In der Ferne war auch schon Andalsnes zu erkennen wo wir hin wollten um das WM-Finale im Fernsehen anzuschauen.

Nach einer ganzen Weile verabschieden wir uns, jedoch nicht ohne uns in Oslo zu verabreden. So tauschen wir die Telefonnummern noch aus und sind gespannt ob dies auch klappen wird. Wieder am Auto zurück fahren wir nun die Trollsteigen hinunter und sind wieder einmal von der Landschaft und der Natur beeindruckt. In Andalsnes fragen wir in der Touri Info nach einer Kneipe mit WM Übertragung und sehen wenig später kurz vor dem Anpfiff inmitten einer brasilianischen Fan Gemeinde. Aber es war nicht so schlimm. Das Spiel ging für Deutschland verloren und Brasilien war Weltmeister.

Anschließen sind wir in der Sonne am Fjord etwas spazieren gegangen und haben noch Pläne geschmiedet wie es nun weitergehen soll. Wir entschließen uns von hier aus wieder den Rückweg nach Süden anzutreten und fahren deshalb das Romsdal hinauf und sehen noch das 1.800m schroff aufsteigenden Romsdalhorn. Im Allgemeinen könnte man die Felsgipfel von ihrer Art und den gezackten, schroffen Gipfeln leicht mit denen der Dolomiten in den Alpen vergleichen. Einfach wunderbar.

Auf halben Weg zur berühmten Europastraße 6 übernachten wir in einer Hütte an einem See, es regnet wieder einmal, aber wir machen trotzdem einen kleinen Spaziergang am Seeufer und spielen am Abend wieder Karten.