15. Tag (29. Juni 2002)

Geiranger Fjord

Geiranger Fjord

Der Tafjord

Der Tafjord

Der Tafjord

Wir packen wieder zusammen und fahren heute zum Geiranger Fjord, dem wohl berühmtesten Ort Norwegens. Das Wetter heute ist gut und wir sind auch nach kurzer Fahrt schon an der Passstraße die hinunter zum Fjord führt. Als wie den ersten Aussichtspunkt erreichten eröffnete sich eine Überraschung für uns. Im Fjord liegt ein riesiges Passagierschiff vor Anker. Deshalb kommt uns auf der Straße auch ein Bus nach dem Anderen entgegen und nehmen den Aussichtspunkt im Schichtbetrieb in Beschlag. Wir schaffen es trotzdem auch unser Tourifoto zu machen und machen uns gleich wieder auf den Weg nach unten. Dort stellen wir das Auto ab und schlendern durch das von Touris dominierten Örtchen. Die Passagiere der Constellation werden immer noch angelandet und ein zweites Passagierschiff sucht gerade noch die richtige Ankerposition. Silke und ich haben uns dann anschließend noch fast kringelig gelacht als eine vermutlich aus den Staaten stammenden Dame gerade am Land gegangen ist und im besten Slang von sich gab: „Oh, let’s have a look in the shoooops!!“ Wie wenn es nichts Anderes geben würde.

Als wir schließlich nach recht kurzer Zeit genug von den Kreuzfahrern hatten fuhren wir auf der anderen Seite wieder aus dem engen Tal hinaus und genossen noch einen super tollen Ausblick vom berühmten Aussichtspunkt Adlerhorst. Von hier aus sieht man am meisten des doch sehr gewundenen Fjords. Am Rande kann man auch noch den Wasserfall „Sieben Schwestern“ erkennen und als die Autofähre recht klein um die Ecke biegt erkennt man erst wie weit oben wir uns schon wieder befinden.

Weiter auf der Straße machen wir halt an einem Parkplatz und vespern erst einmal bevor es weitergeht um wieder einmal mit einer Fähre überzusetzen. Wir sind nun auf der anderen Seite angekommen, gehen noch kurz im Supermarkt einkaufen und holen uns noch eine Karte, weil wir noch ein bisschen laufen wollen. So machen wir uns auf an das Ende des schmalen Tafjord zu fahren und dort zu übernachten. Es gibt nur eine große, toll ausgestattete Hütte und nach kurzer Überlegung nehmen wir diese. Da es immer noch hell ist, was auch sonst, gehen wir noch los und wollen noch auf Anhöhe zu den Muldalfossen. Der Weg zieht sich in Serpentinen nach oben und je weiter wir kommen desto besser werden die Ausblicke auf den Fjord. Schließlich erreichen wir den Wasserfall und setzen uns daneben an die Felskante. Vor hier aus könnte man nun für mehrere Tage auf der Hochebene unterwegs sein ohne auch nur einen Menschen zu treffen. Wir jedoch steigen wieder ab. Mein Knie meldet sich leider wieder vehement und ich bin froh als wir unten am Auto wieder ankommen.

Am Abend spazieren wir noch ein bisschen am Wasser entlang und gehen in der Dorfkneipe noch ein Bier trinken. Hier sehen wir an der Wand einige alte Bilder und uns wird schlagartig klar das an diesem Fjord 1934 der riesige Felssturz stattgefunden hat von dem wir zuvor gelesen hatten. Durch die dadurch hervorgerufene Flutwelle sind damals über 40 Leute gestorben und auf den Bildern sind die Verwüstungen zu sehen.