13. Tag (27. Juni 2002)

Eine der engen Straßen

Die älteste Stabkirche

Das Sonjefell

Heute regnet es leider immer noch und deshalb wollen wir die älteste Stabkirche Norwegens auf der anderen Seite des Lustrafjords, an dessen Ufern wir heute übernachtet hatten besuchen. Die Hauptstraße auf dieser Seite des Fjords war schon recht schmal und kurvig, jedoch auf der anderen Seite des Fjords wurde dies noch getoppt. Die rund 30km lange Strecke war durchgehend nur einspurig und führte auch durch absolut unbeleuchtete Tunnel. Sehr zur Freude von Silke habe ich dann zwischendurch auch mal das Licht am Auto ausgeschaltet, aber so was kann man sich fast nicht vorstellen.

Die Kirche liegt nicht direkt am Ufer des Fjords, sondern steht auf einer Anhöhe und ist wohl eine der ganz wenigen Stabkirchen im Land die noch an ihrem Originalstandort steht. Hier hatten wir nun auch die Gelegenheit an einer Führung in das Innere teilzunehmen und waren von der Bauweise des fast tausend Jahre alten Gebäudes beeindruckt. Hier haben wir noch gemütlich einen Kaffee getrunken und den Blick wieder einmal über einen Fjord schweifen lassen.

Auf dem Rückweg über dieselbe Straße auf der wir gekommen sind gab es dann doch Gegenverkehr und ich musste drei Mal in eine Ausbuchtung zurücksetzen um diesen passieren zu lassen. Später als wir wieder auf der Hauptstraße zurück waren führte unser Weg ins Hochgebirge Norwegens aufs Sognefjell. Die Straße windet sich immer höher, der Regen hört irgendwann auf und wir fahren aus den Wolken heraus die nicht auf diese Hochfläche gelangen. An der ersten Gelegenheit halten wir an und werfen einen ersten Blick auch die umliegenden, schneebedeckten Gipfel. Ein wenig weiter machen wir erst mal Brotzeit bei strahlenden Sonnenschein. Wir genießen unseren norwegischen Lachs und natürlich die Sonne die wir in den letzten Tagen so sehr vermisst haben. Auf der Passhöhe in 1.400m suchen wir uns am Parkplatz ein windgeschütztes Eck und genießen die Sonne und den Blick auf die Berge des Jotunheimen Nationalpark. Wir dachten eigentlich, dass wir dort vielleicht noch wandern könnten aber bei so viel Schnee wie wir dort sehen konnten war dies leider aussichtslos.

Nachdem uns irgendwann doch ein bisschen kalt wurde sind wir weitergefahren und haben uns wieder hinunter unter die Wolken begeben, mit dem Ergebnis das es nun auch schon wieder leicht tropft. In Lom biegen wir Richtung Geiranger Fjord ab, kaufen jedoch vorher noch einige Dinge zum Essen ein. Wir befinden uns im Otta Tal und fahren flussaufwärts auf der Suche nach einer Hütte für die Nacht. Vor den Donfossen Stromschnellen wollen wir auf einem Campingplatz die Hütte nicht nehmen, weil diese uns zu einfach war. Direkt an den Stromschnellen war leider alles ausgebucht und so fuhren wir noch ein ganzes Stück weiter und finden eine tolle Hütte, die schon eher einer Ferienwohnung gleicht. Wir machen es uns bequem, schalten die Heizung ein und beginnen zu kochen. Ich bin ganz schön müde nachdem es heute gut 350Km über zum Teil ganz schön enge und kurvenreiche Straßen ging.