18. Tag (29. Oktober 2001)

Devil's Mabels NP- NT

Devil's Mabels NP- NT

Tennant Creek - Bushfire

Wie schon erwähnt sind die zwei Iren mit auf der Tour zu den Devil’s Marbles als wir am Morgen Tennant Creek verlassen. Die Gruppe wird noch von Katja und Susanne vervollständigt, so dass wir schon auf der Fahrt zusammen viel Spaß hatten. Auch werden wir die 100Km gut von unserem Tour Guide Bill unterhalten, stoppen noch am Straßenrand um uns einen Termitenhügel aus der Nähe anzuschauen. Bill schlägt mit der flachen Hand den Bau auf und es sind Gänge und Vorratskammern, jedoch keine einzige Termite zu sehen. Wie uns Bill erklärt sitzen die Termiten zu dieser Tageszeit wegen der Wärme alle tiefer im Bau. Er legt das abgebrochene Stück wieder an die richtige Stelle und zeigt uns an einem anderen Bau wie diese Zerstörung am nächsten Tag repariert sein wird.

Nach fast endlosem Geradeausfahren erreichen wir die Devil’s Marbles, die wie zufällig am Straßenrand auftauchen. Es ist eine seltsame Erscheinung die rostigen Granitfelsen inmitten des Bushs einfach so liegen zu sehen. Als erstes schauen wir uns die Twin’s an, zwei „Murmeln“ die sehr dicht einander liegen. Wir wandern ein bisschen herum und sehen dabei den gebrochenen Donut und den Pudding und sehr viele andere Dinge mehr. Beim Pudding kann man sich postieren das es auf einem Foto so aussieht als ob man diesen serviert. Kommt man den Felsen jedoch näher ist die Größe von mehreren Metern Durchmesser schon enorm und es ergeben sich wieder andere Fotomotive. Auch erst bei näherer Betrachtung erkennt man, dass die „Murmeln“ nicht lose auf den Felsen liegen, sondern fest damit verbunden sind. Es sind solide Felsen, die zugegeben jedoch eine extreme Einschnürung haben und deshalb so aussehen als ob sie nur oben aufliegen. Später zeigt uns Bill noch in einem Wasserloch die darin lebenden Krebse deren Lebensraum kaum größer als ein Quadratmeter ist. Ein Gruppenbild machen wir bei einer „Murmel“ die von der Hitze in der Mitte zersprungen ist und wir uns komplett hineinstellen können. Ansonsten wandern wir zwischen, und auf den Felsen umher und entdecken aus jedem Blickwinkel wieder andere Gegenstände.

Als wir schließlich wieder am Parkplatz zurück waren sahen wir noch eine seltsam weiße „Murmel“. Wie sich herausgestellt hat ist dies der Fels, der auf John Flynn’s Grab in Alice Springs lag. Da die Aboriginals jedoch glauben, dass das Land krank wird, wenn man etwas davon entfernt, musste der Fels wieder vom Grab entfernt und zu den Devil’s Marbles zurückgebracht werden. Die weiße Farbe ist eigentlich die ursprüngliche Farbe des Felsen und wieder in Erscheinung getreten nachdem man das Graffiti und damit auch den natürlichen Rost abgewaschen hatte.

Später kletterten wir noch auf einen großen Block hinauf und genossen den Blick von oben. Beim Aufstieg sahen wir noch eine „golden Spider“ deren goldfarbenes Netz extrem stark ist, und kaum zerrissen werden kann. Der Blick schweifte über Formationen deren Aussehen an Koalas, Hunde oder verschiedene Gesichter erinnerte. Unter anderem konnte man auch den Ayers Rock und die Olgas in Kleinformat erkennen, was zu einem Lacher in unserer Gruppe führte.

Auf der Rückfahrt konnten wir noch ein Buschfeuer neben der Straße fotografieren, hielten noch am Bottle-Shop und genossen unser BBQ zum Abschluss der Tour. Da wir uns heute alle sehr gut verstanden haben gehen wir anschließend noch gemeinsam ins Pub und haben sehr viel Spaß beim Pool Billard. Als die Kneipe schließlich geschlossen wurde und wir gehen mussten saßen wir einfach noch im Backpacker zusammen, und beschlossen den Abend irgendwann in den Morgenstunden.