12. Tag (22. Oktober 2001)

Burley Rockhole - NT

Florenz Falls - NT

Wangi Falls - NT

Wir fahren heute Morgen in den Litchfield Nationalpark hinein und schauten zuerst die Magnetic Termites an. Nach ein paar Minuten fuhren wir weiter zum Burley Rockhole wo wir heute als erstes baden wollen. Gerade auf dem Parkplatz angekommen fällt Tanja ein, dass sie ihre Sandalen auf dem Campingplatz vergessen hatte. Somit gehen Jutta und ich nun im Rockhole baden und Tanja fährt im heißen Auto zurück und holt ihre Latschen. Nach ungefähr einer Stunde taucht sie wieder mit einem Strahlen im Gesicht auf und nimmt erst einmal eine Abkühlung, währenddessen ich endlich mal wieder dazukomme meinen Reisebericht zu schreiben. Jutta ist auch schon fleißig bei der Arbeit und füllt die weißen Seiten mit Inhalt. Den Mittag verbringen wir an den Florenz Falls und nachdem die Leute der einen oder anderen Tour abgezogen sind wird es angenehm leer und wir können den Pool fast für uns alleine genießen. Wir drei sind alle ziemlich begeistert von den schönen Wasserfällen und den Felsen die überall im klaren Wasser unter der Oberfläche zu sehen sind.

Gegen Nachmittag fahren wir zu den Tomer Falls weiter, unter denen man nicht baden kann, weil dort Flusskrebse siedeln und schon vor Jahren geschützt wurden. An den Wangi Falls haben wir zunächst den Campingplatz angefahren, weil wir hier die Nacht verbringen wollen. Lieder müsste ich schnell feststellen, dass es hier keine andere Übernachtungsmöglichkeit als im Zelt gibt. Auch unter freiem Himmel ist es nicht möglich zu nächtigen, weil auf dem Boden die Ameisen eindeutig die Vorherrschaft hatten und ich diese nicht stetig machen wollte. Somit werde ich wohl eine Nacht im Auto verbringen.

Nachdem die Lage soweit geklärt war gingen wir im Wangi Pool natürlich erst einmal wieder unter den Wasserfällen baden um uns abzukühlen. Es ist der größte Pool im Park und lädt herrlich zum Schwimmen ein. Anschließend konnten wir auf dem kaum besetzten Campingplatz noch unser Feuerholz zusammensuchen so dass wir unsere Tuna-Nudeln heute auf dem offenen Feuer kochen konnten. Dabei sahen wir noch zwei Wallabies über den Platz hoppeln und eine größere Echse hat sich zu unserer Unterhaltung auch noch gezeigt. Kurz nach der Dämmerung machten sich Scharen von Flying Foxes mit einem großen Geschrei auf um in die nahe liegenden Mangofelder zu fliegen und sich die Nacht über satt zu fressen. Danach kehrte wieder Ruhe ein und wir aßen zu Abend.

Von gestern hatten wir nur noch zwei Dosen Bier übrig und da uns leider auch Niemand auf dem Platz welche verkaufen wollte ging der Abend recht schnell zu Ende und ich schlummerte unter den am Himmel hell und klar leuchteten Sternen ein.