16. Tag (10. September 2000)

Es ist der letzte Tag an dem ich das Auto habe und deshalb werde ich heute leider nach Montreal fahren müssen! Die Leute erzählten mir gestern noch, dass ich ungefähr fünf Stunden bis Montreal unterwegs sein werde. Somit breche ich relativ früh auf um noch an den Sanddünen des Lake Ontario vorbeizufahren. Auf der Fahrt dort hin, quer über die Insel fahre ich abgelegene Schotterpisten und genieße einfach nochmals die Einsamkeit. In den Dünen verbringe ich den Morgen, sehe außer einer handvoll Leuten niemanden und bin von der Größe der Dünen ziemlich beeindruckt.

Die Fahrt nach Montreal ist ziemlich langweilig. Mit „Cruise Control“ fahre ich die Strecke und bin ziemlich überrascht als ich die Grenze zu Quebec überquere. Es sind keine englischsprachigen Schilder mehr zu sehen und das „Französische“ ist schon in der Fahrweise der Leute zu erkennen. Das Hostel im Zentrum von Montreal habe ich trotzdem gut gefunden. Verwirrend waren nur die ausnahmslosen Einbahnstraßen.

Um für heute Nacht nicht auch noch einen Parkplatz suchen zu müssen habe ich das Auto gleich anschließend abgegeben. Es war nur eine Sache von Minuten. Der Typ ist nur einmal kurz um das Auto herumgelaufen um anschließend mir quietschenden Reifen in die Tiefgarasche zu fahren. Als ich wieder im Hostel zurück war habe ich noch Neelja aus Osnabrück kennen gelernt. Sie tourt für 6 Monate durch Kanada wie ich erfahren habe, als wir zusammen in einer Kneipe saßen. Leider fährt sie morgen schon nach Toronto weiter und kann dies auch nicht verschieben, so dass wir uns nach einem schönen Abend wieder verabschiedet haben.