25. Tag (27. Oktober 1999)

Hamarikyu-teien Garten

Shinjuku - Tokyo

Shinjuku - Tokyo

Tokyo

Tokyo

Wir sind wieder mit dem Zug unterwegs ins Zentrum der Stadt, und dabei fällt mir auf, daß es sehr viele Leute gibt die sehr auf Kleidung achten und von Kopf bis Fuß Top angezogen sind. Es wird in Japan sehr viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild gelegt, was sich auch durch das stark ausgeprägte Markenbewußtsein ausdrückt. Bei den Männern gibt es nur eine Linie. Hemd, Krawatte und Jackett, wobei hier auch die sehr teuren Modelle vorherrschen. Bei den Frauen ist es etwas differenzierter, hier gibt es alles zu sehen, wobei jedoch von den Schuhen bis zu den Accessoires alles zusammenpasst. Auch die Gegensätze in der Kleidung fällt ins Auge. Die meisten, oder besser gesagt fast alle sind westlich gekleidet mit den ganzen Modetrends und Subkulturen wie wir sie auch kennen, aber man sieht auch Frauen im Straßenbild von Tokyo die traditionell im Kimono gekleidet sind.
In Ikebukuro steigen wir um und fahren quer durch die Stadt nach Ginza einem Einkaufs- und Geschäftsviertel. Leider regnet es heute in Strömen, weshalb wir die einzelnen Kaufhäuser durchschlendern und schließlich im Sony Building landen. Auf verschiedenen Etagen sind sämtli-che Produkte und Geräte des Konzerns ausgestellt, die man ausprobieren konnte. Von dort sind wir zur Electrical City gefahren. Wow! Man kann es sicherlich nicht glauben, wenn man es nicht gesehen hat. Ein Elektronik Laden neben dem anderen. Über und über vollgestopft mit den neuesten Geräten die auf den Markt geworfen werden. Alles was man sich nur irgendwie vorstellen kann und vermutlich noch vieles mehr. Das ganze Viertel ist grell bunt beleuchtet und überall ist Werbung, Discountpreise und Leuchtreklame zu sehen. Es ist einfach atemberau-bend und man steht staunend davor.
Anschließend sind wir von hier aus einfach weiter durch die Stadt gelaufen in Richtung der nächsten Station Uedo. Zwischendurch haben wir noch einen Kaffee getrunken um uns wieder ein bißchen aufzuwärmen und den Regen zu vergessen. Von Uedo, eine der größten Stationen in Tokyo sind wir wieder mit der Yamanotte Line nach Ikebukuro und von dort wieder mit der Tobu Tojo Line nach Higashi-Matsujama. Als Torsten von der Arbeit zurück kommt gehen wir japanisch Essen. Natürlich Zushi! In einem Restaurant in Higashi-Matsujama gibt es Kate-Zushi, Rotational Zushi, was natürlich das Bestellen für einen Gaiji wesentlich erleichtert, da die einzel-nen Portionen auf einem Fließband an jedem vorbeilaufen und man sich einfach den Teller her-unter nimmt auf den man gerade Lust hat. Bezahlt wird am Ende nur die Anzahl der Teller die eine bestimmte Preiskategorie haben. Es war ein weiteres einmaliges Erlebnis im Land der auf-gehenden Sonne und hat viel Spaß gemacht. Hinterher haben wir noch schnell in einer Spielhal-le vorbeigeschaut in denen die Japaner wie verrückt ihr Lieblingsspiel Patschinko spielen. Ich habe natürlich auch mal Geld hineingeworfen und die Kugeln durch das Labyrinth aus Nägeln laufen lassen. Leider hatte ich kein Glück und somit war es nur ein kurzes Vergnügen. Zum Ab-schluß des Abends gingen wir noch in eine Kneipe, aßen süße Kartoffeln und einen Fleischspieß zu unserem Bier. So ging schließlich ein nasser, jedoch toller Tag zu Ende.