18. Tag (20. Oktober 1999)

Rotorua - Mt. Tarawera

Rotorua - Mt. Tarawera

Rotorua - Mt. Tarawera

Es geht mit einem 4WD zum Mt. Tarawera hinauf, der vor über hundert Jahren bei einem gewal-tigen Ausbruch die White and Pink Terrace zerstört hat. Wir fahren zum Krater hinauf und wer-den von dort aus auf den Gipfel laufen. Der Weg war ziemlich ausgewaschen, führte durch dich-ten Busch, der sich wieder nach der Eruption gebildet hat und war mal wieder 4WD nach mei-nem Geschmack. Weiter oben wurde die Vegetation karger und der Ausblick besser. Als wir schließlich am Ende des Wegs angekommen sind konnten wir nur noch zu Fuß zum Gipfel wei-terkommen. Der Pfad führte immer an der Spalte der Eruption entlang und überquerte sie auf einem schmalen Grat. Letztendlich erreichten wir den Gipfel und es breitete sich vor uns ein unglaubliches Panorama aus. Man konnte Roturua im Norden und selbst den 150Km entfernten Mt Ruaperu, den höchsten Berg der Nordinsel im Süden erkennen. Der Wind pfiff über den Gipfel und direkt vor uns breitete sich die 300m tiefe Kraterspalte aus. Der Ausbruch des Vul-kans fand damals auf einer Länge von ca. 17Km statt und ist auch heute noch auf der gesamten Länge zu erkennen. Später sind wir über einen 55° steilen Hang in den Krater abgestiegen. Der ganze Hang bestand aus losem Basalt und so konnte man nach jedem Schritt auf der Ferse nach-rutschen. Es machte einen riesigen Spaß den Hang regelrecht hinunter zu rennen. Dabei war ich nach ca. eine Minute unten und es war leider schon vorbei. Auf der anderen Seite führte ein Weg wieder aus dem Krater heraus und wieder zum Auto zurück. Bevor wir wieder zurück fuh-ren gab es noch für jeden einen warmen Tee. Zwei aus unserer Gruppe sind mit einem Helikop-ter abgeholt worden der während der Teepause einschwebte. Der Rest ist wieder mit dem 4WD zurückgefahren. Wieder zurück in Roturua bin ich noch mit einer Canadierin und einem Engländer, die ich auf der Tour kennengelernt habe zu „Fat Dog“ etwas essen gegangen und haben somit die Tour ausklingen lassen.
Mit Frank, einem Radfahrer den wir schon auf der Coromandel Halbinsel getroffen haben wollte ich am Abend ins berühmte Polynesian Spa von Roturua. Wir gingen so gegen 20.00Uhr, es war nicht gerade sehr warm und mich hat es richtig gefroren. Nach dem Umkleiden habe ich mich umgeschaut und festgestellt, daß alle Pools unter freiem Himmel sind. Wir hatten beide nicht viel Ahnung und sind deshalb gleich in den erst besten Pool gestiegen, weil dieser so schön leer war. Es war gleich der wärmste wie sich später herausstellte und es kostete viel Überwindung hineinzusteigen. Aber es war herrlich in einem Spa zu sitzen, den Himmel über sich zu haben und den Mond hell scheinen zu sehen. Nach 10 Minuten wurde es jedoch viel zu warm und wir kühlten unsere dampfenden Körper an der jetzt sehr angenehmen Luft wieder ab, bevor wir uns wieder in den nächsten Pool setzten. Nach 1 ½ Stunden sind wir schließlich gegangen und konnten nach einem Bier in einem Pub auf dem Weg nach Hause hervorragend schlafen.