16. Tag (18. Oktober 1999)

Es ist unser ersten richtiger Regentag, das heißt einfach noch einmal umdrehen und später nochmals sehen wie es aussieht. Nach dem Aufstehen war erst einmal Video gucken angesagt, anschließend gab es gleich noch einen Film. Gegen Nachmittag, als es immer noch regnete ent-schloß ich mich dazu ein eigenes Bone Caving zu machen. Dabei schnitzt man aus einem Kno-chen einen Kunstgegenstand der in der Maori Kultur eine bestimmte Bedeutung hat. Nun gut, ich habe fast drei Stunden für mein Bone Caving benötigt und hatte am Ende ein wunderschö-nes Stück.
Gegen Abend ist die Bewölkung aufgerissen und am klaren Himmel waren die Sterne zu sehen. Bei Halbmond nach dem Abendessen hat es mich doch sehr gereizt am Strand entlang zu wan-dern. Es ist immer wieder phantastisch nur die Brandung des Meeres zu hören und über einem die Sterne funkeln zu sehen. Der Mond schien so hell das mein Körper einen Schatten warf und an einem Teil des Strandes sahen dabei die vielen Muscheln wie frisch gefallener Schnee aus, der unter den Schritten laut knirschte.
Auf dem Rückweg ist mir dann noch ein Mißgeschick passiert. Beim Überqueren eines kleinen Bachs habe ich mich ziemlich verschätzt. Das weiche Ufer gab beim Absprung nach und ich stür-ze ziemlich abrupt ab, landete mitten im Bach und war von oben bis unten klitschnaß. Der restli-che Rückweg war anschließend nicht mehr so romantisch und auch komischerweise so eigenar-tig feuchtkalt!