13. Tag (15. Oktober 1999)

Coromandel - Whitianga

Hot Water Beach

Heute wollen wir an die Ostküste der Coromandel nach Whitianga um uns in den nächsten Ta-gen den Hot Water Beach und die Cathetral Cove anzuschauen. Der Bus haben wir schließlich auch erreicht und somit ging es über die „309“ nach Whitianga. Beim Aussteigen in Whitianga gab es noch ein kleines Wirrwarr, weil keiner richtig gewußt hat wen der Fahrer nun zum Aus-steigen auffordert. Am Visitor Center waren wir anschließend schwer am Planen wo wir über-nachten können und wie es mit der Tide so steht, da diese für das Erreichen des Hot Water Beach entscheiden ist. Nachdem schließlich alles soweit klar war und wir zur Fähre wollten muß-te ich leider feststellen, daß ich meinen Hut im Bus liegen gelassen hatte! Oh NO!! Also wieder rein ins Visitor Center. Die nette Frau hat, nachdem ich ihr die Sache erzählt hatte auch gleich in Thames, der nächsten Station des Busses angerufen. Die Leute dort sollten dem Busfahrer sa-gen das der Hut mir gehört und er ihn auf der nächsten Fahrt in Whitianga abgeben sollte. So hoffe ich nun das dies klappt und ich in 2 Tagen meinen Hut wieder in Empfang nehmen kann da wir ja nun nach Hahei aufbrechen.
Als wir wenig später auf der anderen Seite des Flusses waren haben wir dort den Busfahrer ge-fragt ob es heute abend noch eine Möglichkeit gibt zur Ebbe um 18.30Uhr an den Hot Water Beach zu kommen. Da es Vorsaison ist und sowieso kaum was los kam eine einfache Antwort: „Klar wir fahren heute nicht nach Fahrplan!“ Und somit sind wir kurz nachdem wir in Hahei im Backpacker abgestiegen sind zum Hot Water Beach. Es ist definitiv der einzige Ort auf der Welt an dem es so etwas gibt. Durch eine Erdspalte wird unter hohem Druck heißes Wasser durch den Sand an die Oberfläche gedrückt. Die Stelle an der dies geschieht ist nicht sehr breit und es gibt leider auch nicht mehr so viel heißes Wasser wie noch vor 200 Jahren als Cook diese Stelle fand und selbst das Meerwasser warm war.
So sind wir mit einer Schaufel bewaffnet an den Strand. Eine Handvoll Leute waren schon da und wir begannen nun auch ein Loch in den Sand zu graben. Es ist dabei nicht unbedingt einfach die richtige Stelle zu finden. Es soll auch schon Monate gegeben haben in denen kein heißes Wasser zu finden war. Wir hatten jedenfalls Glück und saßen wenige Minuten später auf dem Strand in unserem eigenen Spa-Pool. Auf der einen Seite unseres Pools wurde er mit heißem Wasser geflutet und auf der anderen Seite konnten wir mit kaltem Wasser mischen. Es war die erste Badewanne die nicht kälter wurde mit der Zeit, dafür mußten wir sie jedoch laufend wie-der neu ausgraben. Nach zwei Stunden waren wir wieder ziemlich müde im Backpacker zurück.
Abends habe ich mich noch aufgemacht zum Strand und wollte ein bißchen Sterne gucken. Lei-der war es zu bewölkt und deshalb saß ich einfach nur da und lauschte der Brandung bis es mir zu kalt wurde und ich wieder zurückging.