12. Tag (14. Oktober 1999)

Coromandel Penisula

Leider gibt es keine Gelegenheit nach Fletshers Bay zu fahren. Zwar besteht die Möglichkeit den Postboten zu fragen ob er uns mitnimmt, aber es ist dann nicht sicher wann wir wieder von Fletshers Bay zurückkommen können. Deshalb bleiben wir noch einen Tag länger hier und fah-ren morgen nach Hahei. Nach dem Frühstück sind wir heute losmarschiert zum Lucas Lookout und hatten dieses Mal einen phantastischen Überblick über die ganze Coromandel ohne dass es angefangen hätte zu regnen. Selbst Auckland auf der anderen Seite war schwach am Horizont zu erahnen. Zurücklaufen mußten wir auch heuten nicht, da uns ein Deutscher per Anhalter mitgenommen hat. Es war sehr nett, jedoch war es ein komischer Mensch. Er war alleine in einem Camper unterwegs und will in 4 Wochen ganz Neuseeland sehen. Er hat sich, wie er er-klärte dazu einen detaillierten Plan ausgearbeitet an welchem Tag er welche Strecke zurückle-gen muß. Ich denke mehr als das was er vom Fahrersitz seines Autos aus sieht wird er wohl auch nicht erleben, da er überall nur vorbeifährt um zeitlich in seinem Plan zu bleiben. In 4 Ta-gen hat er alles angeschaut wozu wir fast zwei Wochen gebraucht haben. Dabei jedoch hatte ich schon den Eindruck, daß wir in dieser Zeit wenig gesehen haben. Nun ja wie auch immer, wir kamen bequem ins White House zurück und konnten somit am Nachmittag zur Long Bay laufen. Dort gibt es einen sogenannten Kauri Track, an dessen Wegesrand ein mächtiger Kauri Baum stand, der sicherlich schon weit mehr als 1.000 Jahre alt war. Sein Stammdurchmesser betrug ganz bestimmt mehr als 3m und er überragte sämtliche Bäume um ihn herum bei weitem. Kau-ris zählen nämlich zu den Pflanzen mit der längsten Lebenserwartung auf unserem Planeten. Es gibt Exemplare die auf über 3.000 Jahre geschätzt werden. Am Long Bay Beach saßen wir noch eine Weile bevor wir wieder zurückgegangen sind. Auf dem Rückweg wollten wir noch Austern an einer Austernfarm probieren, aber diese Farm war schon viel zu professionell organisiert als das man dort im vorübergehen etwas bekommen könnte. Somit mußten wir eben auf den Ge-nuß verzichten.