9. Tag (02. Februar 1999)

Beachcomber Island

Die Fijis müssen wohl die Kanaren der Aussis sein. Heute Morgen fliegen fast gleichzeitig 2 Jumbos nach Australien, einer nach Brisbane und meine Maschine nach Sydney. Die Maschine nach Melbourne ist schon weg. Das entsprechende Gedränge am Check-in kann man sich vorstellen, zumal die Charter-Flieger wieder “Tonnen“ von Gepäck mit sich schleppen und die Warteschlangen deshalb in den ganzen Terminal quollen. Wohl überall das gleiche! Eine Departure Tax habe ich idiotischer Weise auch noch abgedrückt, nur, weil ich nicht gesehen habe, dass auf meiner Bordkante das entsprechende Steuerzeichen schon aufgeklebt war und sämtliche Leute vor dem Schalter anstanden sind. Der Mensch ist eben doch nur ein idiotisches Herdentier ohne Geist und Verstand!
Die letzten Tage auf Fiji waren genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Eigentlich könnte ich mir jetzt auch vorstellen weiter durch die Südsee zu touren. Samoa, Tonga oder auch die Cook Islands liegen nur ein paar Stunden Flug entfernt, man ist schon geneigt zu sagen: Gleich um die Ecke! Ich fand es klasse auf Fiji und ich bin mir sicher, dass ich irgendwann einmal ein paar Wochen einfach nur durch die Südsee touren werde. Für mich geht es jedoch nun weiter nach Süden. Ich verspüre langsam Urlaubslaune und es ist schön, dass dieser, nach einer angenehmen Einführung nun morgen beginnt!
Nachdem ich anschließend wieder in Sydney gelandet bin habe ich erst mal wieder meinen Kram in Ordnung gebracht, bin danach den ganzen Tag in der Stadt unterwegs gewesen. Man stellt schon fest, dass die ganze Stadt vom Olympiafieber gepackt ist. Es wird noch an vielen Stellen der Stadt gebaut und gewühlt. Der Flughafen ist eine einzige Katastrophe, aber andererseits sind auch viele Dinge schon fertig und man kann bereits eine gewisse Struktur erkennen. Darling Habour, eine gelungene Sache, recht nett und so ein bisschen der Waterfront in Kap Stadt abgekupfert. Die beiden Wohnblocks, welche die Sicht auf die Oper stark einschränken stehen kurz vor der Vollendung. Somit war die Unterschriftenaktion von vor 2 Jahren gegen dieses Projekt wohl erfolglos, aber was will man auch schon von japanischen Investoren und von dieser Stadt erwarten?
Richtig toll gelungen war dagegen das Open Air Cinema Festival am Macquaris Point, welches ich am Abend besuchte. Der Film Atlantis, der heute Abend gezeigt wurde war allerdings nicht ganz mein Geschmack, aber die Location war Top! Im Farms Cove wurde eine riesige Leinwand aufgebaut. Man hatte einen wunderbaren Backround mit der Oper und der Habour Bridge rechts und der Skyline von Sydney links der Leinwand. Somit schweifte der Blick der Zuschauer des Öfteren ab und das Open Air war eine gelungene Sache an einem lauen Sommerabend.