32. Tag (25. Februar 2006)

Cook Strait

Morgens um 4.00 Uhr rasselte schon der Wecker und fast alle Leute in meinem Zimmer mussten aufstehen um die Fähre zu erreichen. Es ist noch rabenschwarz draußen als wir uns kurz vor fünf zur Fähre gehen. Wir gehen an Bord, es ist die größte Fähre die sich Einsatz befindet. Es werden noch ganze Güterzüge einige Decks unter uns verladen, ansonsten ist nicht viel los. Es haben sich wenige Leute eingefunden so früh schon auf die Nordinsel überzusetzen. Vicky, ihre Freundin und ich bewegen uns gleich in Richtung Cafeteria um ein Frühstück oder wenigstens einen Kaffee zu bekommen, jedoch müssen wir warten. Das Schiff fängt an sich zu bewegen, durch die Fenster ist absolut nichts zu sehen, keine Sterne, kein Mond und schon gar keine Küste. Schade, denn der Mallborough Sound durch den wir die nächste Stunde fahren soll sehr schön sein, na ja was soll‘s, man kann nicht alles haben. Aber ein Kaffee wäre nun nicht schlecht, aber die Cafeteria öffnet erst eine Stunde nach der Abfahrt und wir stürmen gleich als erstes hinein und genießen einen heißen Kaffee. Die Sonne hat sich hinter Wolken versteckt, doch die Küste der Nordinsel zeichnet sich scharf ab und die See ist ruhig. Eine reinrassige Rotfärbung der Wolkendecke gönnt uns die Sonne aber doch noch auch wenn nur für wenige Minuten. Wenig später sind schon die ersten Lichter von Wellington zu sehen. Wir laufen in die Bucht und den Hafen ein, ein frischer Wind pfeift uns um die Nase als wir an Deck stehen. Die Überfahrt ist vorbei, wir hatten viel Spaß zusammen auf der Überfahrt von der Süd- auf die Nordinsel und nun geht es weiter. Vicky und Heather wollen nach Turangi per Anhalter fahren, ich habe mich für den Bus entschieden. Es ist einfach etwas stressfreier und mir bleiben noch ein paar Stunden für die Stadt. Nach dem Anlegen am Fährterminal verabschieden wir uns voneinander bis heute Abend und ich mache mich auf den Weg ins Zentrum. Dort lasse ich noch meine Bilder vom Skydive entwickeln, gehe noch einkaufen und schlendere durch die Straßen. Wellington ist ganz nett habe ich den Eindruck. Kurz bevor ich auf den Bus gehe komme ich noch zufällig am Parlament vorbei und habe somit wenigstens einen Touristenpunkt gesehen. Die anschließende Busfahrt dauert 6 Stunden. Es ist meine längste Fahrt an einem Stück, aber ich komme recht nett mit einer Studentin ins Gespräch und somit geht die Zeit schnell vorüber.
Als ich schließlich in Turangi ankomme und bei Vicky aufkreuze gab es ein großes „Hallo“ und es war gleich klar, dass ich bleiben kann und dort übernachte. Ich glaube ihre Mutter hätte mich gar nicht gehen lassen! Denn sie meinte nur ich solle doch ein paar Tage bleiben, solange ich eben Lust hätte. Nun ja mit solch einem Empfang hatte ich nicht gerechnet.