29. Tag (22. Februar 1999)

Abel Tasman NP

Abel Tasman NP

Heute will ich nun in den Abel Tasman National Park und fahre deshalb schon sehr früh mit dem Bus nach Marahau. Wie ich es mir gestern schon vorgenommen habe werde ich zwei Tage im National Park verbringen und in einer Hütte auf dem Weg übernachten. Jeder den ich bis jetzt getroffen habe hat so von diesem Park geschwärmt, dass ein Tag sicherlich zu wenig Zeit ist. Gleich nachdem ich in Marahau angekommen bin konnte ich dort im Backpacker meinen überflüssigen Kram deponieren und noch die Permission holen, um im Park überhaupt übernachten zu dürfen. Als schließlich alles erledigt war habe ich mich um 9.30 Uhr auf den Track gemacht. Der Weg führt die ganze Zeit an der Küste entlang. In der ersten Stunde war der Weg wenig beeindruckend danach wurde es aber wesentlich interessanter. An der ersten großen Bucht des Torrent Rivers habe ich meine Mittagspause eingelegt und mir mit den mitgebrachten Sachen den Magen wieder gefüllt. Die Stelle war an der ich Rast machte war besonders reizvoll, weil man zuschauen konnte wie innerhalb von Minuten das Wasser in der Bucht ansteigt und die Leute sich beeilen mussten die Bucht zu durchquerten um nicht am Ende noch schwimmen zu müssen. Dort verbrachte ich also in der Sonne meinen Mittag und machte mich anschließend wieder auf den Weg der nun leicht zu einer Anhöhe anstieg. Es boten sich schöne Aussichtspunkte und schließlich erreichte ich mein für heute gestecktes Ziel. Bark Bay an der die Bark Hut liegt. Es waren überraschenderweise nicht so viele Leute da wie angenommen. Denn als ich heute Morgen aufbrach sagten mir viele Leute, dass es notwendig ist frühzeitig an einer Hütte anzukommen um noch ein Schlafplatz zu ergattern. Jedenfalls entledigte ich mich als erstes von der Last meines Rucksacks was wirklich eine Wohltat war. Nachdem ich auch die „qualmenden“ Socken ausgezogen hatte ging es gleich zum Beach um mich im Meer abzukühlen und zu entspannen. Das Wasser was wohltuend frisch und der Beach von einer herrlichen Bucht umgeben. Die einsetzende Ebbe entleerte das hinter dem Strand gelegene Inlet und das Wasser strömte rasch durch einen kleinen Auslass ins Meer zurück.
Gegen Abend irgendwann bin ich wieder zurück zur Hütte, habe erst einmal geduscht und ein frisches T-Shirt angezogen. Die Dusche entsprach genau den Vorstellungen, denn es war eine richtige „Buschdusche“ unter freiem Himmel und mit kaltem Flusswasser, aber trotzdem herrlich erfrischend. Nachdem sich noch jeder der Anwesenden etwas zum Essen gemacht hat ging es auch fast schon ins Bett, denn als die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war gab es kein Licht mehr und es war stockdunkel in der Hütte. Die Trinkflaschen sind nun für morgen auch leerer, den es ist nicht möglich hier Trinkwasser aufzufüllen, da es hier keines gibt.