26. Tag (19. Februar 1999)

Westküste - Südinsel

Ein recht gemütlicher Tag im „deutschen“ Hostel. Dieses Hostel ist in seiner Art schon verblüffend, es sind fast ausschließlich deutschsprachige Leute hier und ich frage mich gerade ob es daran liegt das der Manager aus Hamburg ist oder ob nur Deutsche es hier in dieser Ecke New Zealands gefällt. Na ja wie auch immer, jedenfalls habe ich heute Morgen eine kleine Wanderung gemacht während der in noch Jean aus Israel kennengelernt habe und wir gemeinsam weitergegangen sind. Der Pfad führte durch dichten Regenwald und folgte einem Fluss tief hinein in den Paparoa National Park. Eine großartige Fußlandschaft breitete sich vor uns aus. Wir machten mehrere Male eine Pause, setzten uns an den Fluss, ließen unsere Beine im Wasser baumeln und beobachteten einfach das sanfte Kräuseln auf der Wasseroberfläche. Über unzählige kleine Bäche und Wasserläufe ging es weiter, später mussten wir noch den Punakaiki River durchwaten, was sich aber auf Grund des geringen Wasserstands nicht schwierig gestaltete. Wir haben einfach die Schuhe ausgezogen, die Hosen hochgekrempelt und sind durchgewatet. Nach drei Stunden war ich wieder im Beach Hostel zurück, haben aber noch vorher an den Pancake Rocks einen Kaffee getrunken und ein Eis geschleckt. Tip-Top ist wohl eines der besten Eiscremes die es gibt und ich muss zugeben, dass ich fast jeden Tag mir eine große Portion genehmige.
Gegen Nachmittag wollte ich noch im Meer baden, das Wasser war herrlich frisch jedoch waren die Wellen derartig hoch das mir das Risiko zu groß war weiter als bis zur Hüfte mich vorzuwagen. Ich habe es deshalb vorgezogen „nur“ auf dem Strand zu sitzen und dort den anstürmenden Wellen zu trotzen. Später gegen Abend als die Ebbe eingesetzt hat war es besser, weil die Wellen nicht mehr so hoch waren aber das Wasser immer noch schön warm war, was mich genaugenommen überraschte.