25. Tag (18. Februar 1999)

Westküste - Südinsel

Ich bin nun wieder an der Westküste angekommen, nachdem ich heute Morgen den Coast to Coast Shuttle nach Greymouth genommen habe. Die Straße durch die Alpen und über den Arthurs Pass war fast genauso spektakulär wie die Bahnstrecke, die teilweise der Straße folgt oder umgekehrt. Ab Greymouth wollte ich nun weiter nach Norden, nach Westport. Dieses Mal aber nicht mit dem Bus, sondern ich wollte das erste Mal in meinem Leben per Anhalter unterwegs sein, weil es eine ganz andere Art des Reisens ist. Zudem hat mir jeder Tramper mit dem ich bis jetzt gesprochen habe mir erzählt hat, dass es furchtbar einfach sei hier mit den Daumen im Wind unterwegs zu sein. Und somit wollte ich es auch ausprobieren und stellte mich mit dem Daumen im Wind an die Straße. Ein anderer Tramper, Michael aus der Karibik, wartete auch auf eine Mitfahrgelegenheit, wir kamen gut ins Gespräch und waren frohen Mutes. Er sei schon durch ganz New Zealand getrampt und meinte auch das es sehr einfach ist eine Mitfahrgelegenheit zu bekommen. Nach gerade einmal 10 Minuten hielt auch schon eine nette Lady. Als die Rucksäcke vertraut waren ging es los. Sie konnte uns aber nur etwa 20 km mitnehmen. Besser als nichts dachten wir und standen kurze Zeit später wieder an der Straße. 2 volle Stunden!! Dann haben wir uns entschieden zu marschieren. Bis zum nächsten Ort an den Pancake Rocks war es sicherlich noch über 40Km. Nach einer dreiviertel Stunde Fußmarsch und einigen Dutzend Touristenautos, von denen ein Teil der Fahrer freundlich gewinkt haben als sie vorbeigefahren sind, haben glücklicherweise zwei nette Amerikanerinnen aus Michigan gehalten und uns mitgenommen. Einer der Rucksäcke haben wir quer über die Knie gelegt und so ging es nach Punakaiki bei den Pancake Rocks. Als wir angekommen sind habe ich mir noch die Rocks angeschaut, die wirklich aussehen wie geschichtete Pfannkuchen. Gegen 17.00 Uhr versuchte ich noch mal für ca. eine halbe Stunde eine Fahrt nach Westport zu bekommen und habe schließlich aufgegeben. Nun bin ich im Beach Hostel direkt am Strand abgestiegen bleibe auch noch den ganzen morgigen Tag hier.
Ob ich noch mal zu trampen versuche weiß ich noch nicht, vielleicht nehme ich auch wieder einfach den Bus bis nach Wellington und versuche es noch mal auf der Nordinsel. Keine Ahnung im Moment, aber versuchen werde ich es auf jeden Fall wieder. Trampen hat was! Jetzt brauche ich aber was zum Essen, werde mal beim einzigen Pub hier in diesem Nest versuchen was Vernünftiges zum Beißen zu bekommen.