17. Tag (10. Februar 1999)

Westküste - Südinsel

Westküste - Südinsel

Meine zweite Fahrt mit dem „Magic Bus“ heute. Es geht nach Makarora, ein extrem kleines Nest. Wir starten wie üblich um 8.00 Uhr und verbringen unseren ersten Stopp kurz hinter dem Fox Glacier am Lake Matheson. Die Sonne strahlt vom Himmel und es ist keine Wolke zu sehen. Deshalb haben wir alle einen traumhaften Blick auf die höchsten Berge von NZ, Mt. Tasman und Mt. Cook. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir die Island of Reflection und können somit die Berge, die sich in der Wasseroberfläche spiegeln doppelt bewundern. Dieser Ort hier am Lake Matheson hat einen der berühmtesten Ausblicke von NZ. Ein typisches Postkartenmotiv!
Später im Verlauf der Fahrt besuchten wir noch einige Wasserfälle und legten kurze Stopps an reizvollen Ausblicken ein bevor der Bus den Haast Pass überquerte um Makarua zu erreichen. Nach dem Einchecken folgte ein weiteres, ausgesprochenes Kiwi Abenteuer. Jetbooting bedeutet mit atemberaubender Geschwindigkeit über einen Fluss zu brettern. In einen einstündigen Trip auf dem Wilkin River geht es das Sibirria Valley einmal hoch und wieder runter. Die Boote allein sind schon bemerkenswert. Mit einem 360 PS starken, 6,5 Liter V6 Motor erreichen sie eine Geschwindigkeit von ca. 80 – 90Km/h und können noch bei einer Handbreit Wasser unter dem Kiel ohne Probleme gefahren werden. Acht Leute, bewaffnet mit Kamera und Schwimmweste besteigen das Boot und los ging es. Damit das Boot aus dem Wasser kommt gibt es nur eines. Vollgas! Somit schossen wir nach ein paar Sekunden mit Höchstgeschwindigkeit über den River. Als unser Pilot gleich nach dem Start das erste Mal direkt aufs Ufer zuschießt und nur wenige Meter davor, mit dem absolut wendigen Boot die Richtung ändert kreischen die Mädels und allen war geboten sich richtig festzuhalten. Die folgenden Schwenks und Aktionen waren anschließend ein riesiger Spaß, besonders der 360° Hamilton Spin aus voller Fahrt! Nach einer halben Stunde erreichten wir unseren Umkehrpunkt, denn ab hier war es nicht einmal mehr möglich mit einem Jetboot weiter zu kommen.
Nach einer Pause in einer tollen Umgebung ging es wieder den Fluss hinunter. Auf dem Weg zurück haben wir noch einige Kühe am Ufer erwischt, die gerade am Trinken waren. Mit voller Geschwindigkeit sind wir direkt auf die Kuh zugefahren um kurz vor dem Ufer abzudrehen. Der Wasserstrahl und die Gischt erledigten den Rest. Das Vieh war klatschnass! Was man nicht alles mit einem Jetboot machen kann.