11. Tag (26. August 1997)

Bungle Bungle NP - WA

Heute Morgen sind wir zu den Mini Palms auf der nordwestlichen Seite gefahren. Da es mit meinem Fuß nicht besser ist bin ich nur ein Stück des Weges gegangen, und habe mich gegen später in den Schatten gesetzt, während die Anderen ganz in die Gorge hineingelaufen sind und sich die Mini Palms angeschaut haben. Später gab es noch eine Kleinigkeit zu essen bevor wir wieder nach Kununarra zurückfahren sind. Es ist schon ein einmaliges Erlebnis fern von allen Straßen, sich mitten im Busch zu befinden und um sich herum nur großartige Landschaft.
Schon erstaunlich, so langsam kann ich unsere Abteilungssekretärin ein bisschen verstehen, wenn sie sagt, dass hier alles gleich aussieht. Die Landschaft hat sich eigentlich im Grunde seit Port Augusta nicht großartig geändert. Von dort waren es aber immerhin über 40 Stunden Fahrt. Trotzdem finde ich den Busch jeden Tag wieder aufs Neue faszinierend, speziell die Farben an denen ich mich immer noch nicht satt sehen kann und die ich mit Sicherheit vermissen werde. Solche Farben sind einfach an keinem zweiten Ort zu finden.
Auf dem Weg nach Kununarra ist uns auch noch ein Reifen verreckt. Wir haben mitten im Nirgendwo, allerdings auf der Hauptstraße, festgesessen und mussten mit einem altersschwachen Wagenheber den Reifen wechseln, der nur noch in Fetzen auf der Felge hing. Ein Train ist währenddessen auch noch an uns vorbeigeschossen und wir waren froh, dass wir unsere Mühle an den Rand gefahren hatten. Denn ein Road Train stoppt für absolut gar nichts, es ist schlicht unmöglich!!