9. Tag (Ostern - 29. März 1997)

Ayers Rock - NT

The Olgas - NT

Um 6.00 Uhr wurde ich heute Morgen abgeholt und mein Outback Abenteuer in Richtung Uluru (Ayers Rock) sollte beginnen. In einer Gruppe von einundzwanzig Leuten haben wir uns auf die 500 km lange Strecke zum Rock gemacht. Davor aber sind wir noch bei einer weniger interessanten Camel Farm vorbeigefahren und haben zu hören bekommen, dass in Australien die meisten Kamele der Welt leben, und Australien der größte Exporteur von Kamelen ist. Das war natürlich schon etwas komisch, weil man doch im Allgemeinen denkt, dass es nur im Orient Kamele gibt. Aber wohl weit gefehlt.
Um 1.00 Uhr sind wir dann endlich am Yulara (Ayers Rock) Resort angekommen und es gab erst einmal etwas zu essen. Jeder von uns war beim Essenmachen mit eingespannt und hat sich auch auf den frischen Salat gefreut, aber daraus wurde dann leider nichts, weil jemand in der Annahme es sei Salatöl, einfach ein bisschen viel Spülmittel drüber gekippt hat. Die gleich darauf eingeleitete „Salatwaschaktion“ konnte die Situation aber auch nicht mehr retten und so war dieser eben einfach nicht mehr existent.
Nachdem dann trotzdem wieder jeder frisch gestärkt war, ging es weiter zu den Kata Tjuta (Olgas). Aber leider hat sich der Himmel zugezogen und somit war auch die leuchtend rote Farbe der Kata Tjuta (Olgas) nicht mehr ganz so leuchtend. Man hatte den Eindruck, dass sich nur über Kata Tjuta und Uluru ein riesiges Wolkenband gebildet hat um es uns zu verderben. Es hatte natürlich den Vorteil, dass wir alle nicht so sehr schwitzen mussten auf unserer zweistündigen Wanderung im Valley of the Winds durch Kata Tjuta. Der riesige Nachteil bei der Sache war aber, dass deshalb leider unser Sunset am Rock ausgefallen ist. Wir waren zwar dort und unseren Champagner haben wir auch getrunken, aber eben ohne Sunset. Die Sonne wollte einfach nicht mehr hinter den Wolken hervorkommen. Als es dann endlich dunkel war konnten wir uns entspannen und das Outback wieder für uns ganz allein genießen. Denn spätestens zwanzig Minuten nach Sunset ist keine Fliege mehr zu sehen und man kann endlich sein Fliegennetz abnehmen ohne das gleich ein Dutzend dieser Biester direkt in deine Augen fliegen wollen. Aber auch Ohren, Mund und Nase sind bevorzugte Ziele, und man hat so immer mehrere Dutzend Fliegen um sich umherschwirren. Das Schlimme dabei ist nämlich, dass sie sich von nichts abschrecken lassen. Diese Biester sind sogar durch mein Fliegennetz geflogen. Ich hatte nämlich den Fehler gemacht mir ein grobmaschiges Netz zu kaufen. In der Annahme, dass die Fliegen nicht durch die Löcher fliegen, wenn sich das Netz bewegt. Aber das interessierte die Biester auf dem Weg in meine Augen überhaupt nicht!