41. Tag (20. Wochenende 20. Juli 1997)

Die zwei Mädels ins Auto geladen und auf geht’s nach Philipp Island. Nach einer kurzen Fahrt waren wir auch schon dort und haben uns gleich zum Anfang im Koala Conservation Center die süßen Bären angeschaut. Im Unterschied zu Healsville waren sie hier nicht so eingepfercht und erstaunlicherweise auch auf ziemlich dünnen Ästen ganz schön hoch oben in den Baumwipfeln. Danach sind wir erst einmal lange und ausgiebig in ein Take Away zum Essen. Essen ist eben eine französische Eigenart. Unser Nachmittagsspaziergang ist dann leider von einigen Regenschauern unterbrochen worden und wir haben uns deshalb nicht so weit vom Auto entfernt. Die großartige Brandung, an einem von Surfern hoch geschätztem Strand haben wir uns aber doch nicht entgehen lassen. Als es immer mehr auf den Abend zuging haben wir uns auf den Weg zu den Nobbies gemacht. Es ist eine Felsformation an der Südwestecke der Insel, an der es auch Seerobben gibt. Diese waren aber nicht zu sehen und das Blow Hole hat auf Grund der niedrigen Tide auch nicht so richtig geblasen, und so sind wir kurz vor der Dunkelheit zur Pinguin Parade gefahren. Der Eintritt hat uns aber abgehalten, zumal wir wussten, dass es von einem naheliegenden Hügel aus auch möglich ist die Pinguine zu sehn. Als wir aber dann auf dem Parkplatz dort standen, kam ein Typ vorbei und meinte wir sollen hier verschwinden, die Straße sei geschlossen. Wir haben deshalb unser Auto auf dem großen Parkplatz unten abgestellt und sind zu Fuß wieder nach oben gelaufen. Nach wenigen Minuten kam der gleiche Typ wieder und hat uns wieder aufgefordert zu gehen. Es war das erste Mal in Australien, dass ich dachte: “Die können den Hals auch nicht voll kriegen“. Hunderte von Touries waren da und haben gezahlt, da hätten sie uns ja wirklich dastehen lassen können, zumal wir die einzigen dort an dem windigen Eck waren. Etwas gefrustet sind wir wieder nach Melbourne heim und verzichteten einfach auf die Parade.