26. Tag (12. Wochenende 25. Mai 1997)

Angie und ich waren zum Reiten in den Dandenongs. Angie wollte mal wieder auf ein Pferd, und ich dachte es könnte mal eine gute Erfahrung werden. Wir sind so gegen 11.00 Uhr aufgebrochen und waren innerhalb einer Stunde in den Dandenongs. Nach einem kurzen und schönen Überblick am Sky High Aussichtspunkt haben wir uns auf die Suche nach der Pferdefarm gemacht, und sind also in die auf der Karte angegebene Gravel Road abgebogen. Nur leider konnten wir auch nach zweimaligen abfahren der Strecke außer ein paar verlassenen und vergessenen “Kommunen” aus den Siebzigern mit etlichen Autowracks und sonstigen Unrat nichts entdecken. Nach ein paar Nachfragen hat sich dann herausgestellt, dass die Pferdefarm nicht mehr dort anzutreffen ist, sondern an der Hauptstraße außerhalb den Dandenongs. Dort haben wir es auch gefunden und konnten auch noch für den Nachmittag einen Ausritt bekommen.
Es ging um 14.00 Uhr los, nachdem man also mit Helm und der kurzen Einführungserklärung ausgestattet war. Da ich von dem australischen Kauderwelsch nicht allzu viel mitbekommen habe, konnte ich nur hoffen, dass “Smoky Joe” seine Sache wohl besser macht als ich. Nachdem es durch das Gatter hinaus in Richtung Wald ging war es ja noch ganz gemütlich. Als Smoky Joe aber angefangen hat zu traben habe ich ziemlich heftige Schläge auf den Hintern bekommen. Joe war auch jedes Mal wieder froh als es in den Gang überging weil, ich denke, er hat meine Einschläge auf seinem Rücken sicherlich auch gespürt. Aber so gut nach einer Stunde war ich auf dem Weg den Bogen besser raus zu bekommen und Joe war sichtlich froh darüber. Jedenfalls ist er nun häufiger getrabt und ich habe einigermaßen die Kontrolle übernehmen dürfen, nachdem er vorher eigentlich immer nur das gemacht hat was seine Artgenossen vor ihm getan haben. So hat es zum Ende hin richtig Spaß gemacht, und ich muss sagen das Reiten eigentlich eine tolle Sache ist an der ich Gefallen finden könnte. Es ist schon klasse, wenn man spürt, dass das Pferd anfängt zu schwitzen. Es war auch mal eine ganz andere Erfahrung unterwegs zu sein und dem Gefährt, sprich Joe, die Führung zu überlassen. Zumal es sich um den besten 4WD gehandelt hat mit dem ich unterwegs war.