6. Tag (13. Februar 1996)

Nun soll es also in einer Stunde losgehen. Ich kann nur hoffen, daß es funktioniert, weil sicher scheint so etwas nie zu sein. Ich kann auch nur hoffen, daß das Wetter in Durban besser ist als hier. Heute morgen regnet es schon wieder und sieht auch nicht so aus als ob sich das hier in Jo´Burg noch ändern wird.

Leider fährt die Lady aus Israel, ich weiß nicht einmal ihren Namen, heute auch mit dem Walkabout nach Durban und bleibt vermutlich auch noch im gleichen Hostel. Sie ist echt ein bißchen bescheuert (Entschuldigung, aber was stimmt stimmt). Ihr englisch ist nicht gerade gut und vor allem ihr Verständnis in Sinne von kapieren scheint nicht gerade so ausgeprägt. Wahrscheinlich wird sie nur Müll auf der Fahrt reden. Ich versuche mich so weit wie möglich von ihr im Bus entfernt hinzusetzen.

Oh je, auf der Straße werde ich nicht überfallen, aber ich ließ irgendwo meine 2. Telefonkarte liegen. Echt bescheuert! Na ja, wenn das alles ist was ich hier verliere, dann kann ich zufrieden sein und die Schnauze halten.

Also wir sind auf dem Weg. Es schüttelt mal wieder und wir sind mit 2 Stunden Verspätung vom Walkabout im Hostel abgepickt wurden. Unser Fahrer wird jetzt noch das Radio irgendwie reparieren und dann geht es nach Durban. Die Israeli labert und nervt jetzt schon die ganze Zeit tierisch. Außerdem suchen wir noch eine Dennies, wer das auch immer sein mag. Ich habe jetzt schon den Eindruck das es ziemlich lustig werden kann. Die Hoffnung, daß das Wetter in Durban besser ist schwindet auch immer mehr.
Von wegen das Wetter ist hier super. Zwar bewölkt aber schön schwül warm und unser Trip hier her war absolut klasse. Unser Fahrer, der Mathew ist echt ein cooler Typ. Bei einer Mautstelle ist er absolut zu schnell rangefahren. Natürlich hat es dann mit blockierenden Rädern nicht mehr gereicht rechtzeitig zum Stehen zu kommen und wir sind gut 30 m durch die Mautstelle gerutscht. Aber das Schärfste an der Aktion war, daß kurz darauf eine weiße Lady uns sagte, daß dies eine Mautstelle ist und wir zu bezahlen hätten. Es war wirklich der Lacher im Auto. Der Hammer an der Sache war aber, das der schwarze Kassierer sich fast noch dafür entschuldigt hat das wir die Mautstelle übersehen haben.

Aber das Größte kam dann noch beim Ausladen. Der Anhänger in dem unser Gepäck lag war muß undicht gewesen sein. Jedenfalls war mein Rucksack, und auch nur mein Rucksack total naß und von oben bis unten mit Waschmittel, das in Resten irgendwie im Trailer herumlag voll. Jetzt habe ich dann erst einmal mein Backpack gelehrt und das Waschmittel abgewaschen. Zum Glück ist nur die Hälfte meiner Klamotten naß. Die werde ich dann morgen waschen und zum Trocknen aufhängen. Der Backpack hängt schon auf der Leine und trocknet gerade. Also nun auf zu einem kühlen Blonden!