73. Tag (17. November 1994)

So jetzt warte ich nur noch auf das Bording und dann bye bye USA.
Auf jeden Fall freue ich mich jetzt wieder auf zu Hause. Nicht mehr die ganze Zeit englisch reden, nicht mehr nach einem Hostel suchen, nicht mehr auf der Suche nach irgendwelchen Busverbindungen, Sehens-würdigkeiten oder Sonstigen zu sein. Endlich mal wieder richtiges Essen, mal wieder Freunde treffen, rich-tiges Bier trinken und mal wieder all die gewöhnlichen Dinge tun, die man erst vermißt, wenn man mal längere Zeit nicht zu Hause ist. Auf der anderen Seite werde ich aber auch einiges aus der USA vermis-sen. 24 Stunden geöffnete Läden und dieses unbeschreibliche Easy Living. Aber ich glaube trotzdem, daß die Staaten, so schön sie auch sein mögen, kein Land zum Leben für mich wären. Zum Reisen absolut genial!
Und zum Schluß muß ich jetzt doch noch sagen, daß es das Beste war alleine unterwegs gewesen zu sein und ich bin auch fest davon überzeugt, daß ich das Beste daraus gemacht habe und es super angetroffen habe. Greyhound war schon ein ziemliches Abenteuer, auf eine gewisse Art auch spaßig, und man muß es mal gemacht habe, aber ich denke ich werde wohl auf zukünftigen Trips durch die USA auf die Dienste dieser Company verzichten. Es war eine lange Zeit und eine schöne Zeit! Der Anfang meiner Reise liegt schon so weit zurück, daß ich erst einmal meine Bilder anschauen muß, um zu glauben, daß ich dort war. Die zurückliegend Zeit erscheint mir gerade so irreal. — Es war am Schluß eigentlich gar keine Reise mehr. Es war das Leben von, einer Stadt in die Nächste zu ziehen!