34. Tag (09. Oktober 1994)

San Diego Californien! Heute bin ich wieder am Strand. Dieses mal aber am Mission Beach. Das Wetter ist noch besser als vor zwei Tagen. Gerade habe ich mit Deutschland telefoniert und dort heizen sie und ich liege hier am Strand in der Sonne und relaxe.
Das Nachtleben hier ist einfach unglaublich. Hier im Candel Light Quarter gibt es einfach alles. Von der Bar mit Oktoberfest und “deutschem” Bier über Country Clubs, Heavy Metal life Gigs bis zur Mega – in’ Disko, in der ich die letzten Tage bzw. Nächte verbracht habe. Man hatte echt den Eindruck, als ob dort alle schönen Mädels von Californien versammelt waren. Es gab keine, die man nicht anschauen konnte. So etwas gibt es auch nur in Californien.
Und es ist schon wahr, was Albert Hammond gesungen hatte: “It never rains in southern california..”. Es ist fast Mitte Oktober und ich gehe jetzt erst einmal baden. Heute mittag am Strand, als ich so die Wellen sah und die Sonne brannte da habe ich mich nun entgültig entschlossen doch nach Hawaii zu fliegen, nachdem das hier mit einem Driveaway Auto nicht so richtig geklappt hat. Ich habe nun schon die letzten 4 Tage dort angerufen und es hat sich nichts ergeben. Nun bin ich also zum Airport gefahren und habe nach einem Ticket für Morgen gefragt und die verschiedenen Airlines meinten dann, von San Diego aus bräuchten sie von mir zwischen 750,— und 1.100,— Dollar. Na klasse! Bei United Airlines habe ich dann so gut eine halbe Stunde mit dem Fräulein geredet und es ergab sich dann noch ein Platz zum super An-gebot von Los Angeles aus für 251,— Dollar Roundtrip. Ja, das habe ich dann genommen, aber begreifen tue ich es immer noch nicht, daß ich nun auf dem Weg nach Hawaii bin. Dem absoluten Traumziel! So muß ich dann nur noch morgen einiges abchecken. Wie ich nach Los Angeles komme und vielleicht kann ich schon von hier aus ein Hostel in Honolulu buchen und mal nachfragen, ob ich bei der Driveaway Company vielleicht jetzt schon ein Auto reservieren kann, für den Tag an dem ich zurückkomme. Wenn das morgen noch alles klappen würde wäre es absolut traumhaft, aber das Anzunehmen wäre wohl zu utopisch. Aber man weiß ja nie!
Gerade habe ich erfahren, das man über ein Computernetzwerk hier die Hostels im Voraus buchen kann ohne teure und komplizierte Long Distance Calls zu tätigen. Ja, ja, jetzt bin ich 4 ½ Wochen hier und es stellt sich endlich dieses beruhigende Gefühl ein, daß man weiß wo es lang geht. Z. B. gerade dieses Netzwerk oder wie man hier telefoniert, oder wie es mit solch einer Telefonkarte funktioniert, wie man mit diesen Bussen hier fahren kann, oder wo man am Besten nachfragt, wenn man etwas wissen will. Das sind alles so Sachen, die muß man erst herausfinden und wenn man so etwas nicht weiß steht man halt ganz schön auf dem Schlauch.