2. Tag (07. September 1994)

The Big Apple

The Big Apple

Nachdem ich eine total schlaflose Nacht hinter mir habe, versuche ich die nächsten Sachen so auf die Reihe zu bekommen. Zum Frühstück habe ich dann so süßes Zeug gegessen, danach ist es mir erst recht schlecht geworden. Als ich dann planlos in die City gefahren bin und verzweifelt eine Bank gesucht habe, bei der ich ein Schließfach bekommen könnte war ich völlig am Ende. Denn ohne Konto bei einer Bank auch kein Schließfach, also muß ich das Zeug halt irgendwie mitschleppen. Scheiße!
Irgendwie denke ich, daß ich es nicht packe, denn wie schon die Amerikanerin im Flugzeug sagte: “New York ist verdammt hart”. Ich will gar nicht daran denken, daß ich noch unbedingt telefonieren sollte, aber das ist mir jetzt einfach zu viel.
Aber jetzt genieße ich gerade die schöne Aussicht vom Empire State Building und wenn es nicht so schnell geht, dann schmeiße ich hier halt noch mehr Geld raus. New York ist schweine teuer. Breakfast was not include.
Nun bin ich nach ca. 16 Km (laut Karte) Fußmarsch den Broadway hinunter ziemlich fertig wieder im Hostel und hoffe, daß ich das alles unter Kontrolle bringe. Allerdings bin ich recht froh, wenn ich diese Stadt verlassen kann, weil New York ein Moloch ist. Groß, laut, sehr dreckig, hektisch, aber irgendwie faszinierend. Mir fällt gerade auf, daß ich heute schon richtig Farbe bekommen habe. Denn das Wetter ist echt o.k. und könnte ruhig so bleiben.
Die zwei Australier, die hier mit im Zimmer sind, sind ganz o.k., vielleicht gehen wir heute zusammen essen. Gerade kommen noch 3 Peruanerinnen hier rein und somit werden wir fast zu einer “Weltgemein-schaft”.