17. Tag (22. September 1994)

San Francisco

Es ist schon ziemlich außergewöhnlich dieses Wetter hier in San Francisco. Jeden Morgen hat es absoluten Hochnebel. Na ja, so lange es immer wieder gegen 11 00 Uhr aufreißt und die Sonne zum Vorschein kommt ist mir das egal. In Moment warte ich auf das Boot in den Knast, sprich nach Alcatraz. Es legt in einer viertel Stunde ab und der Aufenthalt soll mindestens 2 Stunden betragen. Hoffentlich komme ich dann heute noch dazu die Golden Gate Bridge zu besteigen, denn ich finde, daß sollte doch sein bevor ich morgen nach Los Angeles aufbreche.
Pech gehabt! Gerade mußte ich wieder einmal feststellen, daß Amerika riesengroß ist. Denn auf der Hälfte der Strecke habe ich kapituliert. Aber wahrscheinlich sind es auch von Fishermen’s Warf aus über 4 Meilen. Durch Zufall habe ich dann doch noch einen gewissen Ausgleich bekommen. Ich fand hier nämlich eine Ausstellung von physikalischen Experimenten, was auch ganz interessant war. — Aber leider muß ich hier immer wieder feststellen, daß man ohne Auto einfach aufgeschmissen ist.
Es ist doch immer wieder schön nach einem anstrengenden Tag einen alten Freund wiederzusehen. Der einem einen Platz anbietet und einem das Gefühl gibt sich in einer bekannten Umgebung zu befinden. Denn bei ihm weiß man, was man bekommt und wieviel er dafür will. Darum bin ich immer wieder “begeistert”, wenn ich das große goldene “M” erblicke!