15. Tag (20. September 1994)

Yosemite National Park

Yosemite National Park

Yosemite National Park

Auf geht’s zum Yosemite National Park über den Highway 120, der total atypisch für Amerika ist. Kur-vig mit unendlich vielen Dips — und schon wieder haben wir, diesmal in Californien, einen Paß mit 2.730 m überquert und die Aussicht ist wieder einmal genial, den das Wetter ist sonnig und einigermaßen warm.
Einigermaßen warm ist gut. Hier kurz vor San Francisco haben wir sicherlich 340 C, das ist aber auch kein Wunder. Letzte Nacht haben wir auf Paßhöhe in ca. 2.800 m übernachtet und ich wundere mich, warum auf den umliegenden Gipfeln schon Schnee liegt. Bei 4.000 m auch ganz klar. Diesen extremen Höhenunterschied habe ich erst auf der Fahrt nach San Francisco begriffen, als wir einen ca. 60 Meilen langen Paß vom Yosemite National Park, der zwischen 2.200 m und 3.700 m hoch liegt, heruntergefahren sind!
Da Stephan gerade nach einem Hostel telefoniert, kann ich mich noch über den Park auslassen. Er ist echt sehenswert, besonders die gigantischen Bäume. 3.000 Jahre alt und im Schnitt ca. 100 m hoch. Ich habe echt versucht die Größe auf den Bildern rüber zubringen. Aber ich denke, das ist ziemlich unmöglich, bei diesen gigantischen Ausmaßen. Hoffentlich sind die Bilder auch was geworden, weil ich sie doch 8 bis 10 Wochen im belichteten Zustand mit mir herumtrage.
Jetzt gerade haben wir das Hostel erreicht und auch ein Bett bekommen, nachdem wir vorhin bei 3 ande-ren Hostels vergeblich angerufen haben und dafür 6,— Dollar ausgaben. Der erste Eindruck ist echt toll. Wenigsten einigermaßen gepflegt und sauber, aber ein bißchen crazy und in der Nachbarschaft muß eine Discothek sein. Das laute Basshämmern ist sogar im Boden zu spüren. Das kann ja heiter werden.